
Der gefegte Hof
Warum mich ein Teenager mit einem Besen heute glücklicher gemacht hat, als er ahnen konnte.
Heute habe ich meinen Sohn gebeten, den Hof vor der Haustür zu fegen.

Wenn ein Spaziergang plötzlich ein anderer wird
Heute wollte ich nur einen kleinen Spaziergang machen.
Hinter unserem Hof verläuft unsere Straße. Früher war sie mal ein Feldweg, aber leider wurde sie vor 30 Jahre oder so für den öffentlichen verkehr geöffnet, seit dem ist sie recht stark befahren. Aber trotzdem gehe ich sie an Sonnatgen odeer abends sehr gern entlang. Sie führt zwischen den Feldern hindurch bis zu den alten Schlammteichen, wo ich meistens umdrehe. Hin und zurück dauert das ca. dreißig Minuten. Mehr hatte ich gar nicht vor. Vielleicht auf dem Rückweg noch ein paar Gräser für einen Sommerstrauß pflücken. Es war einer dieser bewölkten Sommertage, die ich so liebe. Der Wind strich durch das reife Korn, und dieses unverwechselbare Rauschen begleitete mich schon, bevor ich den Feldweg überhaupt erreicht hatte. Ich weiß nicht, ob man solche Geräusche lieben lernen kann. Für mich gehören sie einfach dazu. Sie sind so tief mit meiner Kindheit verbunden, dass ich mir einen Sommer ohne sie kaum vorstellen kann.

Bewölkte Tage
Ich habe nie verstanden, warum ein Himmel voller Wolken automatisch als schlechtes Wetter gilt.
Vielleicht liegt es daran, dass ich diesen Gedanken nie wirklich hatte. Für mich waren Wolken nie das, was zwischen mir und der Sonne stand. Schon immer liebte ich diese zerklüfteten Frühlingshimmel, bei denen die Wolken so unfassbar schöne Formen bilden: kontrastreich, wild, frei und mächtig. Wolken gehörten für mich einfach zum Himmel, so wie Bäume zum Wald. Und auch diese unspektakulären, grauen Tage ...waren für mich nie etwas, das ich bedauert hätte. Ehrlich gesagt habe ich mich über viele graue Tage genauso gefreut wie über sonnige. Manchmal sogar mehr.
Willkommen
Du bist herzlich zum Gespenstertee in meinem verwunschenem Garten eingeladen, bei dem wir dampfenden Apfelschalentee trinken und feines Gebäck genießen. Mach es dir bequem, darf ich nochmal nachschenken?

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